München steht still. Vor genau 32 Minuten, um 14:45 Uhr Ortszeit am 5. Februar 2026, hat Bayern-Trainer Vincent Kompany in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Säbener Berg etwas verkündet, das niemand erwartet hatte. Statt über das bevorstehende Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund zu sprechen, brach der Belgier plötzlich das Thema und sprach mit zitternder Stimme über das Schicksal seiner Familie.

„Ich muss euch etwas sagen, bevor wir über Fußball reden“, begann Kompany sichtlich bewegt. Die Journalisten in der voll besetzten Pressekonferenz hielten den Atem an. „Meine Frau, Carla, kämpft seit einigen Monaten gegen eine schwere Krankheit. Es ist Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Wir haben das lange privat gehalten, um unsere Kinder zu schützen und damit ich mich voll und ganz auf die Mannschaft konzentrieren konnte. Aber jetzt… jetzt muss ich ehrlich sein. Die Situation ist sehr ernst.“

Die Worte trafen wie ein Hammerschlag. Vincent Kompany, der seit Sommer 2024 als Trainer des FC Bayern München arbeitet und den Verein mit einer Mischung aus Disziplin, moderner Spielphilosophie und charismatischer Ausstrahlung wieder in die Spur gebracht hat, zeigte in diesem Moment eine Verletzlichkeit, die kaum jemand je an ihm gesehen hatte. Tränen liefen ihm über die Wangen, als er fortfuhr: „Carla ist die stärkste Person, die ich kenne. Sie hat mich durch die schwierigsten Phasen meiner Karriere getragen – als Spieler, als Kapitän, als Trainer. Jetzt bin ich dran, für sie da zu sein.
Die Ärzte in München und in Belgien tun alles Menschenmögliche, aber es ist ein harter Kampf. Unsere Kinder… sie verstehen noch nicht alles, aber sie spüren, dass Mama krank ist. Das zerreißt mir das Herz.“

Kompany erklärte, dass er die Wahrheit jetzt öffentlich mache, weil erste Gerüchte in den sozialen Medien und in Belgien kursierten. „Ich will nicht, dass Spekulationen entstehen, Fotos aus dem Krankenhaus auftauchen oder jemand denkt, ich würde mich zurückziehen. Solange ich kann, bleibe ich hier und gebe alles für den FC Bayern. Aber meine Priorität ist jetzt meine Familie. Carla braucht mich mehr denn je.“
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Innerhalb von Minuten explodierten die sozialen Netzwerke. Der Hashtag #FürCarla und #KompanyStark trendeten weltweit. Tausende Fans des FC Bayern, aber auch von Manchester City, Anderlecht, der belgischen Nationalmannschaft und sogar von gegnerischen Vereinen schrieben bewegende Botschaften. „Vincent, du bist nicht allein. Ganz Fußball-Deutschland steht hinter dir und Carla“, lautete einer der meistgelikten Kommentare.
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen reagierte sofort mit einem offiziellen Statement: „Vincent Kompany und seine Familie haben die volle Unterstützung des gesamten FC Bayern München. Wir stellen alle medizinischen, psychologischen und organisatorischen Ressourcen zur Verfügung, die benötigt werden. Der Verein ist mehr als ein Fußballclub – er ist eine Familie. Und Familie lässt man nicht allein.“
Die Spieler des FC Bayern zeigten sich tief betroffen. Joshua Kimmich postete ein Foto vom Training, auf dem das ganze Team ein Banner mit „Für Carla – Wir sind bei euch“ hochhält: „Mister, wir kämpfen für dich und deine Frau. Du bist unser Trainer, aber vor allem ein Mensch. Stark bleiben.“ Harry Kane schrieb auf Englisch: „Carla is a fighter. Vincent, we love you both. The whole dressing room is with you.“ Jamal Musiala, der normalerweise sehr zurückhaltend ist, teilte ein Herz-Emoji und die Worte: „Alles Liebe an Carla und die Familie.“
Selbst aus der Liga kamen Solidaritätsbekundungen. Borussia Dortmunds Trainer Nuri Şahin: „Fußball ist egal in solchen Momenten. Alles Gute und viel Kraft für Carla und Vincent.“ Edin Terzić, früherer BVB-Coach: „Vincent, du hast immer Respekt verdient – jetzt erst recht. Haltet durch.“ Und sogar aus dem Lager des Erzrivalen FC Barcelona meldete sich Hansi Flick (dessen eigene Frau Silke ebenfalls gegen Krebs kämpft): „Vincent, wir wissen beide, wie das ist. Carla ist eine Kämpferin. Wenn du reden willst – jederzeit.“
In der Pressekonferenz selbst herrschte nach Kompanys Worten minutenlanges Schweigen, gefolgt von einem langen, stehenden Applaus. Viele Journalisten wischten sich Tränen aus den Augen. Der Trainer bedankte sich mit gebrochener Stimme, stand auf und verließ den Raum, ohne weitere Fragen zu beantworten. Kurz darauf teilte der FC Bayern mit, dass das Training am Nachmittag abgesagt wurde und Kompany bereits auf dem Weg zu seiner Familie ist.
Carla Kompany, 40 Jahre alt, war in den letzten Jahren eine stille, aber starke Präsenz im Hintergrund. Sie begleitete Vincent bei jedem Karriereschritt – vom Kapitän bei Manchester City über die Nationalmannschaft Belgiens bis hin zum Trainerjob beim FC Bayern. Sie galt als der ruhende Pol in der oft chaotischen Welt des Profifußballs. Nun kämpft sie um ihr Leben.
Die Nachricht hat gezeigt, wie schnell der scheinbar unantastbare Profifußball in den Schatten privater Schicksale tritt. Während der FC Bayern weiter um Titel kämpft, steht plötzlich etwas viel Größeres im Mittelpunkt: die Gesundheit einer Frau, die Mutter von drei Kindern ist und die Liebe des Lebens eines der bekanntesten Trainer Europas.
Heute weint München. Heute betet München. Heute steht München zusammen.
Für Carla. Für Vincent. Für die Familie.
Kraft, Carla. Kraft, Vincent.
Der Fußball kann warten.